Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1457754
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Böcklin zu grün. 
dem Mafse grau 
gleichkam. Der Engel schien 
Erde ist also doch nicht in 
als er glaubte. 
Die grüne 
geworden, 
24. Oktober 68. 
Beim David. 
S0 lange man eine Malerei skizzenhaft giebt, fällt 
es niemandem ein, die Ausführung zu kritisieren. Die 
Leute werden durch das Leben, welches in diesen zufälligen 
und oft sehr willkürlichen Strichen liegt, angezogen und 
befriedigt und denken vielleicht: „ja, wenn der nur wollte, 
so könnte er alles meisterhaft vollenden".  Führt man 
jedoch peinlich genau aus, so sagt man den Leuten damit: 
"mehr kann ich nicht leisten", und dann kann man sich 
des dümmsten und- ungerechtfertigsten Kritisierens ge- 
wärtigen. Zugleich erhält man aber auch mit diesem leicht- 
fertigen, iiüchtigeren Arbeiten sich selbst frisch, und das 
ist die Hauptbedingung zum tüchtigen Schaffen. Ein dritter 
Vorteil endlich ist der, dafs die leichtere Ausführung und 
die geringe Befriedigung an den Einzelheiten den Beschauer 
auf eine gröfsere Entfernung zurückdrängt, von der aus er 
das ganze Bild überschaut. 
Oktober 
Seit einigen Jahren sei es ihm erst recht klar geworden: 
man könne einen Kopf wie den des David ganz hart m0- 
dcllieren. Wenn man dann eine Härte daneben bringt (wie 
die Harfe, schwarz, mit feinen gelben Linien), so wirkt er 
dennoch Heischig.
        

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