Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1457715
134 
mit vielem und raschem Schaffen wachse das Können, 
der gröfsere innere Reichtum steigere das Bedürfnis, 
auszusprechen. 
und 
sich 
Um 1856 kam Böcklin aus Italien und hoffte, in Basel, 
wo er sich im Fallder Not doch seiner Familie anschliefsen 
konnte, seinen bleibenden Wohnort zu finden. Als jedoch 
ein Bild, welches er ausstellte, vom Publikum geschmäht 
Wurde, zogen sich alle Bekannte von ihm zurück, und sogar 
sein Vater wies ihn aus dem Hause. 
Böcklin hat später das Bild Wiedergesehen und sagte, er 
hielte es durchaus nicht für so mifslungen. Es ist ein 
Brunnen im Sabiner Gebirge, zu dem Mädchen den 
Weg herunterkommen, um Wasser zu holen. Oben sieht 
man durch Bäume am Bergabhang den blauen Himmel und 
die hochliegende Stadt. Der allgemeine Mifskredit, den ihm 
das Bild zugezogen, brachte ihn in drückende Not, weshalb 
er auch den erwähnten Auftrag Wedekinds annahm, gegen 
Ersatz der Auslagen und gegen Lebensunterhalt einen Saal 
auszumalen. Er vollendete ihn in vier Monaten. 
 NachBerlin mochte Böcklin nicht gehen, weil er fürchtete, 
die giftige Kritik könnte ihm neuen Verdrufs und neue Not 
zuziehen, und so ging er nach München, (Wo er, ich glaube, 
zwei Jahre blieb). Als zu der Zeit nun die Weimarsche 
Akademie gegründet wurde, kam Graf Kalckreuth mit 
dem Anerbieten einer Lehrerstelle zu ihm. In Weimar blieb 
er zwei Jahre und ging dann 1861 mit einer Ersparnis von 
etwa 7000 Francs wieder nach Rom.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.