Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1457680
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Ziehen diese manchmal so glatt, dafs sie wohl so glänzen 
könnten; übrigens hielten ihm diese hart in der Landschaft 
Stehenden Glanzstellen die Ausführung der ganzen Ecke 
in Schach. Indem diese so iniDämmerton gesetzt ist, 
verlangt man in ihr nicht weitere Ausführung. Würde er 
jedoch das Licht wegmalen, so würden die umgeben- 
den Gegenstände gleich mehr Ausführung beanspruchen. 
Man macht an Bildern oft diese Erfahrung; wenn man 
eine vermeintliche Härte Wegbringt, so machen gleich die 
Gegenstände und Formen in Halbton und Schatten alle 
Anspruch an gleichmäfsige Ausführung. 
Grofse Wein- oder gar Kürbisblätter auf dem Brunnen 
würden zu viel Zeit kosten, denn durch ihre gröfsern 
Formen ziehen sie sogleich die Aufmerksamkeit auf sich, 
und man müsse dann von allen Verkürzungen der Blätter 
Rechenschaft geben. Böcklin malte dann eine kleinblättrige 
Schlingpilanze, mit violetten Blüten über den Brunnen 
rankend. 
 Wenn man beim Malen einen härteren Stoff(oder einen 
Sieh früher verhärtenden) über einen weicheren bringt," soi 
reißt der obere. Wenn man über Wachsmalerei einen 
FimiS bringt, so reifst er. (Es müfsten sich denn die" 
Wachsfarben schon sehr verhärtet haben.) Ebenso Endet ein 
Reifsen der Oberiiäche statt, wenn man über ein mit cin- 
fachen Farben begonnenes Bild mit Trockenöl malt. 
15. Oktober 68. 
 Böcklin sah heute nach vielen Jahren sein Bild Sapp hob 
Wleder [V00 1859], das in Sarasins Besitz ist, und war sehr zu-
        

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