Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1457677
180 
Oktober 
In Bezug auf die tiefe Bläue des italienischen Himmels 
äufserte Böcklin, er habe oft beobachtet, dal's um Mittag 
die Schattenseiten der Ziwillingskirchen auf Piazza del Popolo 
noch ein wenig heller als der blaue Aether waren. (Sie 
erhalten jedoch sehr starken Reflex vom Platz her.) 
Oktober 
Ueber das Buch von Wiegmann: Er hätte wenig 
Neues darin gefunden. Wiegmann hätte eben nur ileifsig 
gesammelt und abgeschrieben. Die Fragen über antike 
Malerei hätten schon im vorigen Jahrhundert nach der 
Entdeckung Pompejis sehr viele Forschungen veranlafst, in 
denen sich besonders ein AbbateRequeno (über den Wieg- 
mann ungerechter Weise herzieht) auszeichnete. Böcklin 
sagt, vor allem hätte ihm eine deutsche Ausgabe des 
Vitruv genützt, die er in Rom besessen und bei der der 
Uebersetzer alle ähnlichen Stellen aus Pausanias, Plinius 
und andern daneben gestellt hatte (als Anmerkungen, ohne 
selbst weitere Schlüsse daraus zu ziehen). 
Gang 
nach 
Emmaus. 
Zweites Fre sko, links untere Ecke. Ueber das Terrain 
vom vordem Weg bis zur Ferne breiten sich Felsplatten 
aus, auf die Böcklin an einigen Stellen eine ganz glatte, 
Weifslich glänzende Felsiläche (die Luft spiegelnd) und Weifse 
Moose angebracht hat. Ich äufserte, man würde darüber 
in Zweifel sein, ob es Wasser oder Fels vorstelle. Böcklin 
Sagte dagegen, die weifslichen Flechten auf Felsen über-
        

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