Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1457662
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{Wähnung geschieht, da doch ausdrücklich von ihnen ge- 
ßagt wird, dafs man die Bilder nicht mit Firnis überzog? 
BeimeinenVersuchenmit Eifarben(Kindergestalten) 
Sagte Böcklin, ich hätte mich davor' zu hüten, dafs die 
Figuren zu lederfarben würden, und das werden sie leicht 
durch zu warme Mitteltöne. Neigen die Mitteltöne bereits 
etwas zum Warmen, so kann man kein Blau daneben 
stellen oder andere kalte Farben, die in den Mitteltönen 
das Warme zu überwiegender Geltung bringen würden und 
das Kalte darin fast ganz aufheben. Böcklin schlug mir 
ein dunkel Warmgelb vor (fast etwas bräunlich), welches 
das Rötliche im Fleisch mehr hervorheben und auch die 
grauen Töne bewahren Würde. (Durch das scharf Leder- 
farbene im Gewand wird natürlich die Neigung zum Leder? 
farbenen im Fleisch aufgehoben.) 
Beiden Proben antiker Fresken, die ich aus Italien 
mitgebracht, glaubte ich, dafs bei einigen die obere Schicht 
überwiegend aus grobgestofsenem Marmor bestände. Prof. 
Fritz Burckhardt verneinte dies und sagte, um die nötige 
Kieselsäure für die Kruste zu bilden, sei Marmor allein 
nicht hinreichend, denn er enthalte nichts anderes und ver- 
halte sich nicht anders als Kalk. Die kristallischen Teil- 
chen müfsten Quarzsplitter sein. (Alser jedoch ihre Härte 
durch Kratzen mit dem Federmesser probierte, gab er zu, 
dafs viele doch Marmor sein könnten.)    
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