Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1457624
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Die beiden grofsen Landschaften sind 236 cm zu 
304 cm. Böcklin forderte 3000 Francs für beide. Das 
Mittelbild ist 236 cm hoch und x40 cm breit und wird 
1000 Francs kosten. Die Figuren sind fast lebensgrofs, 
werden aber durch den grofsen Abstand bis zum David 
lebensgrofs erscheinen. 
Für das Bild, welches Sarasin vom Kunsthändler ge- 
kauft, S appho, hat Böcklin 1000 Franken von dem letztem 
bekommen. Für das Bild Viola 2000 Francs. Der Kunst- 
händler jedoch hat sich vom Museum 2500 Francs dafür 
Zahlen lassen. 
An Christus und Magdalena, sagt Böcklin, hätte er 
nur 21,12 Monate gemalt. Das zweite Fresko hat (Malen 
und Retouchieren) gerade einen Monat gedauert. Christus 
und Magdalena sind mit 8000 Francs bezahlt. 
Ich sagte Böcklin, dafs ich mich einmal erfolglos ge- 
quält habe, eine Wiese (wie er es auf dem Petrarca und. 
anderswo gekonnt hat) leicht und locker und dabei doch 
plastisch in der Modellierung zu malen. Böcklin meinte, 
das sei gewifs derselbe Fehler gewesen, der Einem beim 
Malen von Bäumen zuweilen komme, dal's man da Partieen 
und Formen malen wolle, wo in der Natur oft gar keine- 
unterscheidbaren Formen seien. Aehnlich sagte er beim 
Zweiten Freskobilde: er habe die Partieen der Büsche unter 
der Felsenstadt unklar gelassen. S0 sei es auch in der 
Natur, und beim Naturzeichnen wisse man oft nicht, wo 
man anfangen solle, so verwirrend unklar stehe Baum oder 
Strauch oder Wiese vor einem.
        

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