Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1457528
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z. B. auf Chlorsilber, welches von Violett, Blau, Grün 
Und auch noch von Gelb am meisten verändert Wird, von 
ROt am wenigsten.  Physikalisches durch die Wirkung 
der einzelnen Farben auf das Thermometer, das aufser- 
halb des Spektrums neben Rot die höchste Wärme des 
zerlegten Lichtes zeigt, neben Violett die geringste. Es 
müssen daneben noch für uns nicht wahrnehmbare Licht- 
Strahlen sein, die sich jedoch neben Violett auf einigen orga- 
nischen Stoffen darstellen lassen.  Was das rein Optische 
anbelangt, so ist bekannt, dafs Gelb das anscheinend 
intensivste Licht hat. Es ist der schmalste Streifen, 
Violett bei weitem der breiteste. Was Intensität betrifft, 
S0 verliert gelb gefärbtes Glas am ehesten seine Farben- 
kraft, rot schon sehr wenig, violett aber fast gar nicht. 
(wenn man z. B. das Glas im Dunkeln vor eine Flamme 
hält.) 
Ich fragte nach dem Bilde, das Böcklin mit Wachs- 
Seifß gemalt hatte. Böcklin sagte, es sei diese Malweise 
gar nicht zu empfehlen und biete keine Vorteile. Wachs 
mit Pottasche verbunden löst sich vollkommen in Wasser, 
Setzt man Alkohol (oder Aether) dazu, so sondern sich 
dickere Fasern von einer milchigen Flüssigkeit, die ein 
Pariser Chemiker dargestellt hat und unter dem Namen 
W achsmilch als mattglänzenden (noch etwas Wachs 
haltenden) Firnis verkauft. Das hatte Böcklin Anlafs zu 
dleselnv Versuch gegeben. (Er ging darauf nicht weiter 
cm, und ich verstand es so, als hätte er nach dem Malen 
durch Spiritus die Wachsllüssigkeit zu entfernen gewufst.) 
Üebrigens trocknete das Bild ganz hart auf.
        

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