Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1457517
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September 
Beim Gespräch mit Fritz Burckhardt: Das schönste 
Blau erziele man, wenn man Bremer Grün auf weifsen 
Grund (Papier?) streiche (was etwa wirkt wie das hell- 
blaue Oxyd, fast rein Blau mit einem Stich ins Grün) 
und darüber Weil's mit ein wenig Krapprosa gemischt. 
Weifse Lasur allein Würde etwas Trübes haben, das nur 
durch die leichte Beimischung von jenem Rosa gebrochen 
wird. 
Fritz Burckhardt: jede Farbe (Pigment) strahlt 
ein doppeltes Licht aus: 1) ein weifses Licht, das von 
den Glanzilächen der kleinen Kristalle ausgeht und 2) 
enes Licht, das die feinen kristallischen Atome durch- 
strahlt und durch diese Kristalle farbig zurückgeworfen 
Wird. 
Viele Farben geben optisch vereinigt ein ganz anderes 
Resultat als bei einfacher Mischung; so kann man aus 
Ultramarin und Chromgelb (durch Vereinigung der Licht- 
strahlen oder der Farbbilder in durchsichtigem Spiegelglas) 
ein ganz indifferentes Grau herstellen, während es ge- 
mischt ein ziemlich starkes Grün erzeugen wird etc. 
Spektrum heifst das Farbenbild, das in einem sonst 
dunklen Raum ein ganz schmaler, durch ein Prisma 
fallender Lichtstrahl auf einer weifsen Fläche erzeugt. 
Die Farben beginnen von Rot, gehen durch Orange, 
Gelb, Grün, Blau und endigen in Violett. Die Farben 
'des Spektrums haben chemisches, physikalisches und rein 
optisches Verhalten. Chemisches durch ihre Einwirkung
        

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