Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1457506
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seinen griechischen 
gesaucet sind. 
Landschaften 
ermessen, 
die 
ziemlich 
September 
Will man ein Bild recht hell malen, so ist es wohl 
nicht unpraktisch, auf weifsem Grund und in Beziehung 
Zu diesem zu malen. Es ist aber unsinnig, durch Neben- 
halten der Natur (etwa der beleuchteten Hand oder von 
Blumen etc.) die Erscheinung des Bildes hell zwingen zu 
Wollen. Jedes Bild ist eine Harmonie in sich und ohne 
Beziehung der jeweiligen äufsern Natur. Man mufs 
1m Bilde nur die relativen Farben-, Licht- und Schatten- 
gegensätze geben wollen, denn den direkten Vergleich 
mit der Natur hält das gröfste Kunstwerk nicht aus. 
Wenn man z. B. Rosen malt, so soll man nicht eine 
Rose daneben halten und nun die Rosenfarbe nachahmen 
WÜUCII, sondern sich nur den Bau und die plastische 
Erscheinung dieser Blüte ansehen und so lange stimmen, 
bis sie zu den andern Farben im Bilde eine rosenfarbene 
Erscheinung habe. 
 S0 hat Böcklin in dem Bilde Amaryllis die Rosen 
gemalt. Er weifs nicht, ob das die wirkliche Farbe ist 
und ob man sie mit einer daneben gehaltenen Rose ver- 
gleichen dürfe; vielleicht habe er sie nur mit Morellen- 
Salz gemalt, aber trotzdem wirken sie als Rosen. So auch 
die Rosen auf dem Bilde, welches er gegenwärtig für 
SChaCk male.  Amaryllis will Böcklin noch einmal rnalell 
in langem Querformat. Es sei ihm dabei Manches klar ge- 
worden, was er glaube, jetzt treffender darstellen zu können. 
114:
        

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