Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1457475
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Wenn 
man 
Leimfarben 
malt 
und 
einen 
Kopf darzustellen hätte, so müsse man mit leichtem An- 
tuschen der Schatten beginnen und von diesen aus in das 
Licht hineinmodellieren. Dann aber von dem Lichtton 
den 
hat. 
zurück bis in 
Malerei Relief 
beginnen und 
bis endlich die 
Schatten modellieren, 
Man müsse bei Leim- 
malerei ganz entschieden Wissen, was man Wolle, sonst 
Werde es nichts; und immer nur auf starkes Relief des 
Bildes (d. h. Licht- und Schattenverteilung) hinarbeiten. 
Man könne nicht, wie bei der Oelmalerei, auf dem Bilde 
ausschlafen. 
September 
Sonntag. Böcklin, der heute Wieder draufsen bei 
seinen Fresko-Bildern War, indem er hoffte, er könne noch 
auf dem von gestern übrig gebliebenen unbemalten Stuck 
weitermalen, fand alles fixiert, selbst die Kohlenpunkte 
des Durchpausens. Als er dann mit dem Pinsel darüber 
wusch, nahm er zwar das krystallische Kalkhäutchen fort. 
aber mit ihm auch alle Glätte, und es entstand dadurch 
ein so rauher Grund, dafs er nicht darauf malen konnte 
und das betreffende Stück wieder wegschneiden mufste. 
(Liefse es sich nicht wieder glatt klopfen und dann darauf 
weiter malen?) Das Auftrocknen des ersten Bildes ist 
ganz unberechenbar vor sich gegangen. Die Luft, die 
Cypressen und andere Bäume kamen so, wie Böcklin es 
erwartet hatte. Die Schattenseite des Hauses aber zu 
hell, weil er in den Schatten viel mit Kalk gemischte 
Töne gebraucht hatte.
        

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