Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1457468
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die frische 
Bildes. 
NVirkung 
und 
plastische 
Erscheinung 
des 
Böcklin sprach von der himmlischen und irdi- 
s c h e n Li e b e , die ganz entschieden auf Hell und Dunkel, 
und Warm und Kalt hin komponiert sei. Nur hätten sich 
viele Töne verändert: das Fleisch sei gelb geworden etc., 
und doch bleibe das Bild immer in Harmonie, behalte 
immer volle Wirkung. 
Arrnenino spricht in seinem Werk viel von Leim- 
m alerei. Er lebte zu Ende dieser Epoche und an der 
Grenze der neuen, der Oelmalerei. (Er erinnerte sich 
noch, Tintoretto als alten Mann gesehen zu haben.) 
NVenn auch die Kenntnis der Oelmalerei schon lange nach 
Italien gekommen War, so dauerte es gewifs noch lange 
Zeit, bis sie sich vollständig acclimatisierte, und ohne 
Zweifel dauerte die Leimmalerei noch lange neben der 
Oelmalerei fort.  Correggio hat gewifs noch viel in 
Leimfarben gemalt, denn es wäre sonst nicht zu begreifen, 
wie er, als er den Auftrag bekam, die Kuppel in Parma 
al fresco zu malen, dort gleich mit der ganzen Virtuosität 
eines routinierten Freskomalers auftreten konnte. 
das 
Cen nini , 
beste, doch 
sagt Böcklin, 
kenne er die 
Malbüchern 
noch nicht. 
sei unter den 
Oelmalerei 
Das Buch enthält viel Humbug. So z. B.: man müsse 
beim Formen von Statuen di persone di riguardo den 
Gips mit Rosenöl tränken. Besonders toll sei das letzte 
Kapitel, das, wie Jakob Burckardt meint, gewifs ein 
anderer dem Cennini zum Spott angehängt habe.
        

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