Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1457422
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Älontag) trocken sein und die definitive Färbenerschcinung 
des Gemalten zeigen. 
Das Durchpausen des durchlöcherten Kartons geht 
nicht gut, wenn man darüber reibt, besser jedoch, wenn 
man mit dem Puderbeutel senkrecht auf die Löcher klopft. 
Die dabei verbrauchte Farbe kann man aufsammeln, wenn 
man den unteren Rand des Kartons umknifft und in dieser 
Rinne den Puderstaub auffängt. 
Es ist ganz erstaunlich, in wie grofsem Mafse die 
Freskofarben aufhellen. Die Luftlichter, die vorher 
schmutzig graugelb und dunkel Waren, werden blendend 
hellweifs und haben kaum noch eine Ahnung von Gelb. 
Wenn Valles aufgetrocknet ist, Will Böcklin das Bild 
mit XVasserfarbe, die mit dem Gelben von Ei und einigen 
Tropfen Oel gemischt ist, retouchieren. 
l 
31'. August 08. 
Montag. Böcklin meinte, die Zeichnung binde ihn 
und mache ihn befangen. Es sei viel besser, sich nach 
dem Material zu richten und die Formen entstehen zu 
lassen, wie sie durch Material und Zufall entstehen. Es 
wäre dazu genug, eine blofse Konturzeichnung zu haben, 
die einem mehr Freiheit läfst. Das zweite Fresko wolle 
er in gröfsern Mafsen anlegen und behandeln. Diesmal 
hatte er mitten aus dem bereits Gemalten ein Stück 
herausschneiden müssen, wodurch eine verzwickte Form 
entstand, welche. ihn natürlich beim Malen überall hemmtc 
und beschränkte. Der Busch mit seinen Blüten war aber 
dennoch sehr graziös und schön geworden, und Böcklin
        

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