Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1457379
An Töpfcnist eine grofse Anzahlnotwendig. Böcklin 
hat mehr als 30. Etwa 10-12 kleinere Töpfe braucht 
man für die reinen Farben (für Weil's einen grofsen). Die 
übrigen dienen zum Mischen und Ineinandergiefsen der 
Farben. Auferdem etwa 6 weifse Schalen, wenig kleiner 
und in der Form wie Lampenglocken. Bei der Farben- 
menge, die gebraucht wird, kann man keine Palette an- 
wenden. Böeklin sagt, man müsse sich darum beschränken, 
mit wenigen ganz einfachen Farben nur auf Haltung (Licht 
und Schatten) zu arbeiten und nachher, wenn man alles 
zusammen hat, in der Wirkung erst den farbigeren Sachen 
auch stärkere Farben geben. 
26. August 68. 
Mittwoch. Böcklin begann sein Fresko. Der Stukka- 
teur trug zwei Schichten auf. Erst eine dickere mit viel 
Sand und dann eine feinere mit mehr Kalk, wie zu den 
vorher angestellten Proben bereitet worden war (mit Zu- 
mischung von Schwarz). Dann wurde mit feingeriebener 
schwarzer Farbe der Karton gepaust (Pausbeutel von Gaze; 
man mufs dabei fest den schwarzen Staub über die Kon- 
turen reiben, damit es durchkommt). 
Als weife Farbe nahm Böcklin Kalk, der kreidewcifg 
auftrocknet. Weife Farbe hätte [dagegen den Nachteil, 
dafs sie nafs durchscheinender ist und gebrochener er- 
scheint, nachher aber beim Trocknen zum schneidigen, 
unangenehm scharfen Weifs wird. Die Farben waren über 
Nacht mit Wasser begossen worden und waren am andern 
Morgen mit Leichtigkeit aufzulösen. Nur Umbra und be-
        

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