Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1457352
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sich das Wasser blau, und es giebt einen Niederschlag 
di prima qualita (ganz tief). Setzt man das Kneten fort, 
so produziert man geringere Sorten. Die letzte ist Ultra- 
marinasche, die aber immerhin noch teuer genug bezahlt 
wird. Für 4_5 Gulden hatte Böcklin etwa so viel 
bekommen, als ein Daumen Raum einnimmt (fein gerieben 
wie Mehlpulver). 
Unechter Ultramarin (sagte der Droghiere) besteht 
zumeist aus Thonerde, der etwas Schwefel beigegeben ist, 
und ist in primitiver Bildung grün, woraus man durch 
Beimischung gewisser Chemikalien gelben oder blauen 
Ultramarin absondern kann. 
Material 
25. August 68. 
zum Fresko-Malen. 
Weifs: Blanc de Troyes. (Böcklin meint jedoch, er 
wolle das Weifs im Bilde mit reinem Kalk malen, das 
sei auch kreideweifs und binde stärker.) 
Gelb: Lichter Ocker, Chinesischer Ocker (noch feiner 
und reiner als der vorige). Cadmium hell. 
Goldocker (vielleicht etwas zweifelhafte Farbe). 
Neapelgelb? Terra di Siena. (gebrannt). (Die ungebrannte 
weniger zu empfehlen, auch selbst für Oelfarbe nicht, da 
sie anfangs leuchtend aussieht, bald aber ihre Brillanz 
verliert. Chromgelb ist nicht haltbar, wohl aber Chromrot 
und Chromgrün (hell).  
Grün: GrüneiErde (hell und dunkel). Gebrannte 
Grüne Erde (hell und dunkel), Kobaltgrün.
        

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