Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1457339
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August 
Böcklin sprach über antike Enkaustik, die von der 
neuern sogenannten Enkaustik (bei welcher mit Wachs 
und Terpentin [kalt] gemalt wird) himmelweit verschieden 
gewesen wäre. Man hätte noch genaue Nachrichten darüber, 
und im Neapolitanischen Museum würden noch einige von 
den eisernen Spateln aufbewahrt, mit denen man (in 
glühendem Zustande) die Wachsfarbe aus den Töpfchen 
holte und auf das Bild schmolz. Sie hatten verschiedene 
Formen je nach ihrer Bestimmung, und ein eiserner Kolben 
diente dazu, recht lange die Hitze festzuhalten, damit das 
dünne Maleisen nicht so schnell verkühlte. Der Handgriff 
War von Holz oder bewickelt. 
Böcklin sagte, nicht aus Neugierde oder um nur zu 
experimentieren, habe er mit dieser Technik früher so viele 
Versuche angestellt, sondern weil man annehmen kann, 
dafs die Maler, welche so bewunderungswürdige Sachen 
geschaffen und dazu so viel gemalt hätten, auch im Besitz 
einer ganz ausgezeichneten leichten Technik gewesen 
sein müssen. 
August 
Böcklin bedauerte, nicht in Colmar gewesen zu sein, 
bevor er sein Bild: Christus und Magdalene gemalt. 
Dort sei ein Bild ähnlichen Gegenstandes von dem 
Württemberger Maler Grünewald (Vorgänger Holbein's)', 
das wahrhaft ergreifend sei. Christus hänge am Kreuz, 
1 Matthias 
1530  
21115 
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und 
1510
        

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