Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1457300
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den 
sich 
Ein anderes Bild (etwa 2' breit und 11]; hoch) stellt 
Odysseus dar, wie er auf der Insel der Kalypso 
heimschnt und am Ufer weinend die Götter anruftl. 
Kahles Ufer, an das ein graublaues Meer Wellen treibt. 
Der Himmel traurig grau und melancholisch. Nur ganz 
fern am Horizont ein gelber schmaler sonniger Streifen, 
der in unendlicher Ferne eine kleine Insel zeigt. 
Ein 
drittes 
Bild 
stellt 
die 
Geburt 
der 
Venus 
dar. 
Aus einfachem,we1iig bewegtem Meere wird die jungfräuliche 
Göttin geboren. Das Wasser häuft sich rings von allen 
Seiten zu einer einzigen Welle an, aus der die mädchen- 
hafte Gestalt mit träumerisch lächelndem Ausdruck 
emporschwebt, sich mit einem Schleier, der ihre Beine 
umschliefst, verhüllend, während zwei Amoretten in der 
Luft ihn ihr zu entreifsen suchen. 
Böcklin hatte das Bild mit Kohle ganz leicht auf Gips- 
leinwand gezeichnet. Dann versuchte er es zu fixieren da- 
durch, dafs er über die Rückseite viel Wasser schwemmte. 
Das drang aber nicht durch, und da obendrein in dem 
Gipsgrund vielleicht auch zu Wenig Leim war, fixierte es 
nicht. Als es trocken War, strich Böcklin von vorn 
Terpentin mit ein wenig Kopaivenbalsam darauf, was 
sogleich fixierte. Nachdem dies ein wenig angezogen 
hatte, fing Böcklin an, mit Weifs (und wenigem ent- 
sprechendem Farbezusatz) Kopf und Körper heraus zu 
modellieren, indem er zugleich dem Himmel und dem 
Darstellung 
desselben 
Gegenstandes 
Baseler 
Museum.
        

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