Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1457299
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würde sehr irre gehen und manieriert werden, wenn man 
sich durch sie allein leiten liefse. 
Beim Malen kommt alles auf scharfe Vorstellungskraft 
an. Man denke sich sowohl in die Gedanken der zu 
malenden Figuren als in ihre plastische Erscheinung hinein 
und lasse nie ihre Beziehung zum ganzen Bilde aus dem 
Auge, sowohl in Bezug auf Licht und Schatten und Farbe 
als in Bezug aufRichtung und Verhältnis der Form. (Man 
verbanne den Gedanken an Linienkomposition als etwas 
die wahre und plastische Entwicklung Hemmendes.) 
Man male stets im Ganzen und forme die grofsen 
Massen (oder Körper) in ihrer Gesamterscheinung; man 
gehe nie auf Ausführung von einzelnen Teilen ein, sondern 
berichtige sie vorübergehend und nebenbei. 
August 
Böcklin hat das Bild für Schack (nach der Illustration 
zum Schilleralbum, die er in München für Cotta gemalt) 
in der frühem Form verworfen und es neu angefangen: 
In einer Felsgrotte eine Quelln ymphe, die mit den 
Blüten einer neben ihr autkletternden Schlingpüanze spielt. 
Ein nackter Hirtenknabe oder Faun (das Ziegenfell über 
die Schulter) belauscht sie. Unter der Nymphe und über 
ihr Kindergenien mit Krügen: kleine Quellen. Ganz oben: 
Wiesenterrain über der Felswand mit vielen sprossenden 
Blumen und darauf viele tanzende Kindergestalten. Böcklin 
wollte der Idee einen sinnlichen Ausdruck geben, wie die 
Feuchtigkeit wirkt und schafft (etwa 8' hoch und 4' breit).
        

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