Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1457289
August 
Der Maler darf sich durch Nichts zerstreuen, das nicht 
seine Kunst betrifft, und mufs ganz einseitig nur seinen 
Zwecken nachgehen und alle andern Interessen und Wissen- 
schaften bei Seite lassen. Wo man geht und steht, möge 
man an seine Malerei (bezw. an sein Bild) denken, damit 
die Idee zur Ueberzeugung reife und dal's man gewifs 
Werde, dafs sie nur so ausgedrückt werden könne, und 
damit die Vorstellung vom definitiven Aussehen des Bildes 
sowie sein Entwicklungsgang einem klar werde. Und alles, 
was man beobachtet, beobachte man möglichst auf den 
Zweck der Verwertung bei dem jeweiligen Bilde hin. 
Es ist eine thörichte Verzagtheit, zu glauben,man sei 
weniger begabt, als andere. Künstlerischer Blick, Auf- 
fassungskraft, Produktionsvermögen  überhaupt künstle- 
rische Befähigung  sind innere Organe, die ebenso einer 
Ausbildung fähig sind, wie jedes andere Organ, wie z. B. 
das Gedächtnis. Wenn man sich nach einer Seite hin schwach 
fühlt, so verwende man einmal ausschliefslich hierauf seine 
Denkkraft und suche sich möglichst viel zu üben. 
Der Weg zur Vollkommenheit und zu jedem Fortschritt 
ist fortwährende Selbstkritik. 
So richtig und wahr auch malerische Regeln sein mögen, 
die Hauptsache sind sie nicht. Im Gegenteil, man
        

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