Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1457254
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An der Leonoren-Skizze tadelte Böcklin, dafs die 
Sitzende zu teilnahmlos und bürgerlich wäre (wie eine 
Schneiderstochter). Als ich von Gruppierung der Lichter 
sprach, nannte Böcklin dies Unsinn und meinte, das müsse 
sich danach richten, wenn man den Blick des Beschauers 
lenken wolle, Lenkt ein Licht auf eine unwichtige Stelle 
ab, so ist es gewifs falsch angebracht. 
Böcklin sagte, die Hand gehöre nicht zu dem Bilde 
Michelinas. Schmuck aber müsse mit gedacht werden. 
Wenn er ein Porträt zu malen hätte, so würde er zuerst 
fragen: Wie wollen Sie gemalt sein? und das Bild nach 
den gegebenen Bedingungen arrangieren. WünschtdiePerson 
eine goldene Uhr oder Kette, so mufs solches von Anfang 
an hineinkomponiert sein; später könnte es die ganze 
Harmonie zerreifsen.
        

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