Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1457177
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als die Figuren, 
müssen, 
die 
eigentlich 
immer 
hätten 
voraus 
sein 
12. August 66. 
Auf Böcklins Veranlassung begann ich eine neue 
Bildskizze zu den wLeonorem. Auf einem Grundton 
von gebrannter Umbra und Weil's (mit etwas Schwarz) 
bildete ich sie aus dem nassen Grund mit Weifs (das Licht) 
und gebrannter Umbra und etwas Schwarz (die Schatten) 
heraus. 
14. August 66. 
Das Porträt Michelinas begann ich so:  
Erst die Umrisse und Tiefen mit dünnem, durch- 
scheinendem Schwarz. Dann das Licht: Weil's und etwas 
gebrannte grüne Erde (Weifs allein wirkte zu blau), nach 
und nach, immer mehr das Licht verstärkend in den 
Schatten überführend. Die Einzelzeichnung ist dabei noch 
nicht zu berücksichtigen, man suche vielmehr das Ganze 
wie ein Bildhauer zu körperhafter Erscheinung heraus zu 
modellieren. S0 hätten auch Rembrandt und Van D yck 
begonnen. In der Münchener Pinakothek seien von 
letzterem so untermalte Portraits. Auch in Schleifsheim, 
ebenso in der Galerie Doria der angefangene V e l a s qu e z 
(nach Böcklin ein Van Dyck).  Das gleiche Prinzip sieht 
man in pompejanischen Bildern.  
Mag nun der Grund rot, blau, schwarz, gelb oder grau 
sein, immer ist damit begonnen, das Bild in schwachen 
Farben in Beziehung zum Grund zur Erscheinung zu bringen, 
was Böcklin auch für das allein Richtige hält.
        

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