Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1457135
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24. Juli 66. 
Nach Böcklins Anleitung hatte ich den Kopf der 
Sitzenden übermalt und begann nun ganz vorsichtig vom 
hellsten Licht in die Schatten hinein transparent mit NVeifs 
zu modellieren und dabei nur an die Form zu denken. 
Man achte darauf, dafs das Fleisch immer eine gute 
Qualität behält, d. h. dal's die grünlich-bräunlichen Lasur- 
töne transparent über grauer Untermalung stehen und das 
dichtere Weifs flüssig vom Licht hineingeführt wird, ohne 
die Schatten damit zu trüben. 
August 
Böcklin riet mir, sobald als möglich nach Neapel zu 
gehen, dadie pompejanischen Bilder einen solchen 
Einflufs auf mich ausüben würden, dal's ich später ganz 
andere Studien machen würde. Er bereue es, nicht früher 
hingekommen zu sein.  
Jetzt möchte ich mein Bild bei Seite stellen und einen 
Studienkopf malen. Es Wäre aber Unsinn, einen Studien- 
kopf nur als Naturkopie zu malen wie Akademiker (oder 
die früheren Naturalisten). Ich möchte mich stets be- 
mühen, aus Studienköpfen gleich Bilder zu machen. 
August 
Ich beschloss, einen Studienkopf der Miehelina, zu 
malen, und habe mir auf Böcklins Rat dazu die Leinwand 
mit grüner Erde grundiert. 
An dem Bilde der Leonoren malte ich noch Einiges.
        

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