Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1457048
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Juni 
Hüftenstellungen sehen fast immer statuenhaft aus. 
Es ist gewöhnlich eine Regel bei Bildhauern, dafs eine 
Figur auf einem Bein müsse stehen können, das andere 
sei stets Spielbein. Bei solcher Stellung sind die Muskeln 
Stets unthätig. Ruht aber die Last zwischen beiden Beinen, 
so tritt sogleich Muskelthätigkeit und Leben ein. 
Juni 
Wie mir der Kopf der Prinzessin nicht gelingen wollte, 
meinte Böcklin: mein Fehler wäre: zu früh mit Konturen 
ausführen zu Wollen. Dadurch ist dann die Arbeit nicht 
mehr recht entwicklungsfähig. Ich müsse beim Malen nur 
an die plastische Form und an die Lichterscheinung des 
Kopfes denken und dafür Sorge tragen, dafs meine Arbeit 
das Skizzenhafte nicht verliere, denn wenn ich feste Kon- 
turen ziehe, erscheine die Sache als abgeschlossen, und es 
Scheine einem dann kein Mittel mehr zur Weiterführung 
des Bildes zu bleiben.  
Juni 
Böcklin lobte, dafs 
Falten ins Kleid malte, 
Weich gemacht. 
ich der Prinzessin harte Seidene 
dadurch würde der Aermelstoff 
28. juni 66. 
Ich nähme mit meinem Bilde (unter seinem Einflufs) 
emen umgekehrten Prozefs vor, Wie er mit dem seinigen, 
und käme jetzt endlich zu dem Standpunkt, von dem er
        

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