Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1457006
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Stände unter unmittelbarem Einflufs der grofsen Meister- 
werke vergangener Kunst. Man lebt und entwickelt sich 
schneller unter solchen Verhältnissen. 
August 
Mit Böcklin bei Kaupert, der eine Grabügur model- 
lierte. Kaupert wollte das Aufstehen der Säule durch 
PHanzen verstecken. Böcklin riet, sie kahl zu machen 
und scharf aufstehen zu lassen, das würde viel ernster 
Wirken.  Der linke Unterschenkel ist durch eingezogene 
Falten nur sichtbar; die Bewegung mufs klar sein. In 
der Natur würde das Bein kaum sichtbar sein. Den 
Schleier unter dem rechten Arm hat Kaupert aus dem 
Kopf hinskizziert, um dann erst Naturstudien dazu zu 
machen. Erst das künstlerisch Notwendige, darein müsse 
sich dann die Figur fügen. In Bezug auf das von der 
Säule, bemerkte Böcklin, beim Faun des Praxiteles sei 
schon mehr als das Notwendige gethan, um den Stamm 
zu charakterisieren. Man könne in solchen Sachen nicht 
einfach 
genllg 
sein. 
Böcklin bewunderte, 
Fauns entworfen sei. 
wie 
kühn 
die 
jenes 
Stellung 
Alles Konventionelle drängt sich dem Beschauer 
gleich auf. Man sehe Canova! Dieser steht dem Zopf 
gegenüber, hat sich aber einen eigenen Zopf durch kon- 
ventionelles Nachahmen der Antike gebildet. 
scmcx, söcxuul 
-TAGEBUCH
        

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