Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1456994
August 
Sonntag. Mit Böcklin und seinem Vetter Augusto 
über Osteria del Fosso an Veji vorbei nach Formello. 
Um U24 Uhr morgens vor der Morgendänlmerung von 
Rom ab.  Sehr schön war die schichtige Felstormation 
am Fosso, nahe Isola Farnese. Formello liegt sehr 
malerisch auf einer Felseninsel, etrurisches Mauerwerk, 
Thor, und in dem steilen Thalabhang etrurische Felsen- 
gräber. Alter hübscher Renaissancepalast (das Rathaus 
der kleinen Gemeinde) mit interessantem geschwärztem 
Hof. In der Nähe der Tomba di Nerone brach etwas 
am Rad, was uns in finsterer Nacht sehr verzögerte, doch 
kamen wir noch 7,11 Uhr durchs Thor von Rom zurück. 
August 
Den Faun mit der Amsel für Dr. Erhardt hat 
Böcklin auch mit dieser Tempera- oder Harzfarbe gemalt; 
Wachs nur als Ueberzug (trotzdem sprach Böcklin einmal 
von dieser Malerei als „XVachsmalerei"). 
Die Luft, den Körper etc. hat er mit einem (bis zum 
Wachsschmelzpunkt) erhitzten Eisen durch darüber Hin- 
fahren eingeschmolzen. Die Farben, besonders Rot, 
lasiertes Grün und Gelb, haben in diesen Farben einen 
Glanz, der in Oelfarben nicht zu erreichen ist. 
Das Grün ist Chromgrün lasiert. 
August 
Ein- 
und 
(Böcklim) In Rom lebe man in einer gewissen 
samkeit, fern von Ausstellungen und Kunstgeschäften,
        

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