Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455806
in der Natur aller Kunstschreiberei zu liegen, dal's sie 
über allgemeine Charakteristiken und mehr oder weniger 
begründete Urteile eines, wenn es das Glück Will, ge- 
bildeten und vorurteilslosen Geschmackes nicht hinaus- 
kommt. Von Gelehrten oder Schriftstellern ausgeübt, 
haftet ihr nicht blofs bei allen technischen, auch bei den 
subtileren Fragen einer angewandten Aesthetik ein 
dilettantischer Zug an. Meist werden solche Fragen gar 
nicht berührt. Es giebt dickleibige Bücher, in denen von 
nichts als von Bildern die Rede ist und die doch nicht 
eine einzige künstlerische Analyse enthalten. Das ist der 
Grund wohl, weshalb die Künstler selbst derlei Aeusse- 
rungen so gleichgültig gegenüberstehen, sie interessieren 
sie nur, sofern das Publikum dadurch beeinflufst wird. 
Und das Publikum hinwiederum erhält wohl einige Schlag- 
worte, nach denen es sich richten mag, eine wirkliche Be- 
lehrung aber wird ihm in den seltensten Fällen zu Teil. 
Gewifs das Beste, Inhaltreichste und Aufklärendste, 
was über Kunst gesagt wurde, ist von Künstlern selbst 
gesagt worden. Aber zu glauben, dafs nun alle Not ein 
Ende hätte, wenn Maler und Bildhauer in ihren Mufse- 
stunden Meifsel und Pinsel mit der Feder vertauschten, 
wäre freilich ein Irrtum. Die Sache liegt auch hier nicht 
so einfach. Abzusehen ist vorerst von Jenen, die an alle 
Leistungen nur den Mafsstab der akademischen Richtigkeit
        

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