Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1456927
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Besuch von Maler Schweinfurt bei Böcklin, der 
sich mit seinen Erfahrungen in Temperamalerei sehr breit 
that, obwohl er sie von Böeklin erst gelernt hatte. Böcklin 
sagte bei der Gelegenheit, sie finde sich ausführlich im 
Cennino Cennini beschrieben. (Ich glaube, eine Malerei 
mit Eiweifs, Essig und dgl., die später mit einem harten 
Firnifs bedeckt wird.) Um die Farbe länger biegsam zu 
halten und besser modellieren zu können, nahm Böcklin 
Glycerin darunter, Welches Verfahren (englisches) er bei 
Passini gesehen, der unter seine Aquarellfarben (im 
Sommer mehr, im Winter Weniger) Glycerin nimmt. 
Böcklin hätte mit dieser Technik 1864 sein erstes 
Oktoberfest gemalt. (Jetzt bei Schack.) 
Spät gegen Abend mit Bäicklin bei dem Vetter 
seiner Frau, den1 Goldschmied Augusto Fratelli, der ein 
herrliches Bild von Böcklin aus seiner Weimarschen Zeit 
besitzt: wVenus und Amom. (Vermutlich nach Ein- 
drücken der Dresdener Venezianer.) Der beschattete 
Kopf hat in diesem Helldunkel einen grofsen Reiz; der 
Körper ist als einfache Lichtmasse zusammengehalten. 
Amor setzt sich teils hell, teils 
dunkel ab. Ueber der Venus ,  .313, 
ist ein roter Vorhang rechts  Ü, 
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bluhende Oleanderzweige, fern   izß 
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e1ne Stadt. Amor, mit Bogen und 573x315 I, ßißßgs; 
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Köcher, wird Wohl mit Aufträgen   
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in die Stadt geschickt. Himmel YJMLMZIZziK-Lifäl
        

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