Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1456845
Tiefe Goldrahmen thun fast nie gut; auch braucht der 
Rahmen nicht Bezug zum Zimmer zu haben, mufs aber 
zum Bilde, auf das er zunächst wirkt, Bezug haben. 
Bei seinem Petrarca-Bilde hatte Böcklin die Wein- 
ranke wieder fortgestrichen und Etimmte an den Partieen 
der immergrünen Eiche herum. Die Ranke mufste dann 
frisch, ungequält und ungezwungen natürlich darauf gemalt 
werden. 
11. August 66. 
Sein Dichter dürfe nicht auf einen Gegenstand im Bilde 
sehen, sonst scheine er ihn Hxieren und zeichnen zu wollen, 
da er Griffel und Papier halte. Dadurch, dafs er links zum 
Bild herausblickt, sieht er unbestimmt und scheint zu sinnen. 
Böcklin 
hat 
I2. August 66. 
die YVeinrebe mit bewunderungswürdiger 
Naturwahrheit gemalt. 
Bei den verwelkenden Blättern eines Weinstocks werden 
die gröfseren Blätter, die am Anfang einer Ranke sitzen, 
grüngelb, die vorderen rot. Der Rand dorrt zuerst (gelb- und 
rotrandige Blätter). Dieses Rot ist fast reiner Zinnober 
oder Englisch Rot. Durch die gegenlaufende Richtung 
der hinteren Aeste drückt sich sehr gut der Raum, die 
Höhlung zwischen Reben und den Aesten aus. 
Sehr glücklich hat Böcklin auch von der immergrünen 
Eiche ein kleines Aestchen an der Felswand heraus und 
nach dem Lichte zu wachsen lassen, wodurch sich das 
SCHICK, BÖCKLlN-TAGEBLVCH 7
        

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