Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1456837
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August 
Bei seiner Viola hatte er eine so klare Vorstellung 
davon, wie es werden müfste, dal's er auch gleich an Farbe 
denken konnte, und trotzdem hat er auch dieses Bild erst 
mit Weifs herausmodelliert und statt der Veilchen lange 
den reinen Schiefer stehen lassen. 
August 
Mit Böcklin in Galerie Borghese. Niederlän der haben 
fast alle sehr flüssig gemalt (Teniers etc.). 
Ven czianer sind doch meistens rücksichtslose Schmie- 
rer von wenig edlem Geschmack. Zu bewundern ist aber bei 
alledem ihre Kenntnis der malerischen Mittel. 
Böcklin sprach von der aufgewendeten Tiefe der alten 
Bilder guter Zeit und sagte, darum wirken sie trotz der 
gedämpften Farben ihrerLichter doch tageshell und nicht 
schwarz. 
Bis Leonardo sei noch alles mit Tempera gemalt 
worden. Auch der Stefanus von Francia [in der Galerie 
Borghese] ist Tempera und hatte dadurch in der Farbe eine 
merkwürdige Klarheit und Schönheit. 
Den Rahmen für seine Viola hielt Böcklin für ge- 
lungen und passend. Zum Pa n in der Münchner Pinakothek 
hatte Böcklin das Ornament (Schilfgeflecht mit Winden) 
selbst modelliert. 
        

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