Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1456820
Steinplatten her, die klinghart, so dais sie mit Stahl Funken 
geben, und sehr haltbar sind, dabei von geringem Gewicht. 
Böcklin will sie als Malgrund einmal versuchen. Die Platten 
werden mit mehreren tausend Zentnern Last gepresst und 
dann in einem Ofen bis zu Schmelzhitze erwärmt; dann 
wird im Ofen eine Klappe geöffnet, um die Temperatur 
allmählich abkühlen zu lassen. 
Die Freskomalerei 
der 
Alten 
wird uns umständ- 
lich von Vitruv beschrieben 
I) Ein grobes Kalklager 
wird; 
das fest geschlagen 
z) etwas feiner (wieder geschlagen); 
3) Kalk mit etwas Marmorstaub (geschlagen 
ebnet); 
und 
 4) feiner Kalk mit viel Marmorstaub, dünnes Lager 
(etwas geschlagen und geglättet). 
Auf dieses letzte Lager wurde dann sogleich die Farbe 
des Grundes aufgetragen, Wodurch dieselbe dann einen 
schönen Glanz erhielt. Hierauf malten die Pompejaner 
dann mit anderen Bindemitteln die Ornamente und Bilder. 
Heutzutage ist man sehr nachlässig, besonders in be- 
treff der Festigkeit des Grundes (daher die kurze Dauer der 
Kaulbachschen Fresken an der neuen Pinakothek). 
Bereitung 
des 
Stuckmarmors: 
Marmorstaub, Kalk und Farbe werden etwas gerührt, 
wobei die Farbe sich nicht verteilt, sondern in Flocken 
zieht; daher das marmorierte Aussehen.
        

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