Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1456816
Böcklin braucht nie Terpentin zur Farbe, indem er 
behauptet, er nähme der Farbe den Reiz. 
Meinen Einwurf, 0b man mit Aufkochen in Spiritus 
nicht eine gröfsere Klarheit erzielen könnte, bezweifelte 
Böcklin und sprach von der verschiedenen Lösbarkeit der 
Harze, der einen in Spiritus, der anderen in Oel, in Terpentin, 
in Wasser etc.  
Alle Oe1- und Wasserfarben sind nur Gemenge; aus- 
genommen Grünspan und Gummigutti, die stets aufgelöst 
bleiben, also wohl auch mit dem AuHösungsmittel eine 
engere chemische Verbindung eingehen. 
Pettenkofers Behauptung, dafs die Bindemittel Leim 
und Oel auf die Farben zerstörend Wirken, wird einfach 
durch die Erfahrung widerlegt. Pettenkofer nimmt Kopai 
und Kopaiva zur Regeneration alter Bilder. 
August 
Wasse rglas m a l e r ei hat Pettenkofer als haltbar er- 
probt, indem er zwei Bilder, die er von Thiersch und Löffler 
zu dem Zweck hatte malen lassen, lange Zeit allem Un- 
gemach des Wetters ausgesetzt hat und sie trotzdem un- 
verändert befunden hat. Er hat darüber auch ein Schrift- 
chen herausgegeben. Böcklin besitzt ein anderes darüber, 
das vor zwei Jahren in München herausgegeben wurde, 
Anstatt des Kalkgrundes fängt man jetzt an, auf Cement- 
platten zu malen, die man so glatt, wie einen leidlich gut 
geschliffenen Mauerstein herstellen kann. 
In irgend einer süddeutschen Stadt (Böcklin weil's die 
Adresse) stellt man jetzt aus Marmorstaub komprimierte
        

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