Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1456803
sanft lächelnder dunkler Kopf wohl über den dunkel- 
violetten Veilchen ausnimmt, bei dämmerig ernster 
Stimmung. 
Solches Bild müsse man vor Beginn erst auf Papier 
ausproben und ziemlich ähnlich zeichnen, damit man nicht 
den Grund verdirbt und beim Aufzeichnen sich nicht 
dunkeb 
ernster 
durch 
das 
Modell 
gehetzt 
fühlt. 
Im Vergleich mit T i zian, der immer ein voller 
Künstler war, sei R em b ran dt ein kleines Talent, der sein 
Hauptaugenmerk auf das Machen gerichtet habe. 
August 
Böcklin meinte, das Grün der Wiese, das er vor- 
wiegend mit dünnem Grün gemalt hat und zwar auf einen 
helleren Grund, würde bald seine Frische verlieren. S0 
geht es einem fast immer mit Lasuren; die Durch- 
sichtigkeit läfst nach, und man sieht nur noch den 
oberen Ton. 
Selbst wenn man später das Bild mit Firnifs überzieht, 
bleibt dieser nur für kurze Zeit klar, dann beginnt das Harz 
sich zu trüben. 
Der beste Firnifs Wäre Bernsteinlirnifs. Der ist aber 
zu unrein, da er bei hoher Hitze mit Terpentin gekocht 
werden mufs wegen seiner Schwerlöslichkeit. Dabei wird 
dieser Firnifs, vielleicht durch die Kohlenteile des Terpentin, 
dann trübbraun.
        

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