Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1456792
stereoskopischer Wahrheit herausbilden, 
Schauer fast davor erschrecke. 
SO 
dafs 
der 
Bei seinen Lorbeerstämmen äufserte Böcklin: Jeder 
Baum hätte aus den Windungen, die NVind und Licht 
hervorbringen, auch noch eine innere Windung der Zellen, 
die sich aufsen in den Furchen der Rinde ausspräche. 
Dies Endet beim Lorbeer weniger statt. Am meisten ist 
es bei Schlingpflanzen sichtbar. 
Wenn alles wahr gegeben ist, ordnen sich Neben- 
sachen von selbst unter (wie Baumformen etc.). Es 
wirkt dann immer nur das psychologisch Bedeutendere, 
und man sieht zuerst auf die Figuren. 
Mit äufserster Wahrheit und geschmackvoller Wahl 
erreicht man gröfsere Schönheit, als mit erfundenen will- 
kürlichen Formen. 
und 
Zwecklosigkeit 
bäurisch. 
im 
Schmuck wirkt 
immer 
ungeschickt 
 Wenn man ein Bild verkörpern will, hat man zuerst 
einen unbestimmten Eindruck und sucht diesen immer 
mehr zu üxieren und dafür eine gute Form zu finden. 
Man versucht vorsichtig, was einem passend scheint, 
dazuzuthun, geht dann aber immer wieder vom Eindruck 
aus und läfst ihn alles Ungehörige ausstofsen. Ist man 
über die Motive einig, so mufs der künstlerische Ge- 
schmack dazutreten und-sie ordnen. So wurde Böcklin 
bei seiner Viola durch die Idee angeregt, wie sich ein
        

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