Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1456780
Krapplack. Er war im trockenen Zustande schon ein 
dunkles Violett; mit Oel gerieben, übertraf er sogar 
Schwarz bei Weitem an Tiefe. 
EineHauptsache derprächtigenWirkungjener 
Farbe ist allerdings auch die Präzision und Glätte des 
Vortrags. Glatt wirkt jede Farbe stärker und prächtiger. 
 Es liegt aber auch an der Prosa unserer Farben (an 
welche wir uns nur leider von Jugend auf gewöhnt haben), 
dafs wir keine solche Farbenpracht erreichen können. 
August 
Böcklin hat die Wiese dunkler und farbiger grün ge- 
macht. Vorher, als sie heller und fahler war, machte sie 
immer den Eindruck, als wäre sie von Licht überstrahlt, 
Während jetzt das Sonnenlicht nur in der Luft ist. Es 
mufsten natürlich nun auch die Sonnenblicke links an den 
Lorbeerstamrnen fortfallen. Die ganze Landschaft ist 
dadurch wirklicher, körperhafter geworden. Auch die 
Farbe der Figuren mufste stärker werden. 
Neben der weifsen Luft erscheint selbst das stärkste 
Grün matt und gebrochen (die Wiese ist mit grün Zinnober 
und grün Kobalt gemalt), Während schwächeres Grün an 
der Felswand rechts stärker aussieht, da der Blick nicht 
durch helles Licht geblendet wird. 
Wenn der Käufer ihm mehr bezahlte, äufserte 
Böcklin, würde er wohl noch ein halbes Jahr auf das Bild 
verwenden und es (in den feinen Unterschieden von 
bräunlichgrauen und kalt graugrünen Tönen) bis zu
        

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