Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1456746
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Hüssig bleibt und nie faulig wird. Er setzt eine kleine 
Haut an. Entfernt man die, so ist er stets wieder 
brauchbar und wird kalt unter die Farbe genommen. 
Böcklin, der ihn einmal selbst bereitet hat, nennt ihn 
sehr praktisch. 
Oelfarben werden beiläufig in jenem Buch erwähnt, 
aber dabei gesagt, dafs man des Nachdunkelns wegen 
nicht wieder darüber gehen könnte. 
Abbe Requeüo hat im vorigen Jahrhundert alles, 
was von Plinius, Vitruv, Lornmazzo etc. über Malerei ge- 
schrieben worden, gesammelt; ein sehr brauchbares Werk: 
Don Vinc. Requefio (spanischer Exjesuit): Saggi sul 
ristabilimento dell" antica arte de' Greci e Romani 
pittori 
1774' 
Bei Marmorbüsten ist vieles durch das durchsichtige 
Material veranlasst worden. Hätten die Alten ihre 
Büsten für Gips gearbeitet, so würden sie viele Härten, 
Z. B. in den Augenlidern, nicht gemacht haben. 
Um einen Studienk0pf(Miche1ina) zu malen, ver- 
anlafste mich Böcklin, eine Leinwand, die einen grauen 
Grund hatte, mit grüner Erde und etwas Rebenschwarz 
zu überziehen (etwas Terpentin, Oel und Siccativ de 
Courtray dazugemischt) und es nach Anweisung 
Armeninos durch Schlagen mit dem Ballen der Hand 
(oder einem Polierballen) gleichmäßig zu verteilen. Am 
Nachmittag war alles trocken. Böcklin fand den Grund
        

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