Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1456735
konnte. Als er 
Bild zog, wurde 
darauf 
es ihm 
zwei Linien 
leicht. 
kreuzweise 
über 
das 
4. August 66. 
Böcklin hatte einem Anstreicher zugesehen, wie er 
beim Bemalen einer Thür die Masern des Holzes mit 
Wasserfarbe, die mit Milch angerieben war (Gummi un- 
brauchbar, Leim nur bei Wandanstrich gebräuchlich), auf- 
malte und dann das Ganze mit einem schnelltrocknenden 
Firnifs oder Lack überstrich.  S0 könnte solche Thür in 
zwei Stunden fix und fertig werden und täuschend aus- 
sehen. 
Er brauchte dazu einen etwa handbreiten flachen 
Pinsel, dessen Haare er durch Aufclrücken ihrer Basis 
spalten machte. Mit einem andern Pinsel, der nur 
wasserfeucht War, ging er dann noch einmal das Ganze 
nach, um, wo es nötig War, die Farbe noch mehr zu 
verbreiten. 
 Böcklin bemerkte noch, dafs alle die Ausmalungen 
einiger römischer Cafes auf diese Weise gemacht wären 
und dafs dies noch eine Tradition aus dem Cinqueceilto 
wäre, wie sichl derer noch viele erhalten haben. An 
keinem anderen Orte der Welt hätte man Rafaels Loggien 
so fein restaurieren können, als hier in Rom. 
Im Malierbuch vom Berge Athos (aus dem 
zehnten Jahrhundert) haben sich noch viele derartige Re- 
zepte erhalten. S0 z. B. wie man Vergoldungen am 
schönsten aufträgt. Die Mönche dieses Klosters haben 
meistens mit Leim aus Pergamentschnitzeln gemalt, der
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.