Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Tagebuch-Aufzeichnungen aus den Jahren 1866, 1868, 1869 über Arnold Böcklin
Person:
Schick, Rudolf Tschudi, Hugo von Flaischlen, Cäsar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455502
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1456685
Statue den Herren Zweifel in jener Hinsicht, die aber ein 
Gelehrter dadurch niederzuschlagen wufste, dafs er die 
Verschämtheit der Menschen, nicht nackte Figuren sehen 
zu wollen, als "Sittenlosigkeit" bezeichnete. 
Einige Jahre später jedoch, als Böcklin veranlafst 
wurde, Skizzen einzuschicken, worauf hin ihm das Baseler 
Museum ein Bild bestellen wollte, wurde eine derselben 
ihm als „zu nackt" abgelehnt und dann jene der Diana- 
kjagd genommen. 
(Es war ein schlafendes Mädchen, fast ganz bekleidet. 
In den Falten des Kleides und mit den durch einen Kranz 
gehaltenen Haaren spielte der Wind. Ein Jüngling, den 
Rücken gegen den Beschauer, {lötet in die weite Wiese 
hinaus. Leichte Bäume. Er hätte sich bestrebt, etwas 
Leichtes, Frühlingshaftes hineinzulegen.) 
Es hat etwas Wahres, dafs eine Statue (in dem kalten, 
weifsen Stein) uns bei weitem nicht so nah berührt, wie 
gemalte Nacktheit. 
Sollte Gefahr sein, dafs die Nacktheit im Bilde sich 
zu sehr bemerklich macht oder aufdrängt, so würde dies 
gleich wegfallen, wenn man andern Dingen (oder Menschen) 
im Bilde ein gröfseres Interesse verleiht. 
August 
Böcklinw, der wieder Heifsig 
Bild bewunderungswürdig rasch. 
arbeitet, 
entwickelt 
sein 
z. August 66. 
(Böcklin z) Ein Künstler müsse stets darauf achten, 
dafs sich sein Gefühl und sein V e rs ta n d gleich m ä fs ig 
scmcx, ßöcxuu- TAGEBUCH 6
        

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