Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklins Technik
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1454494
Erhaltung des Sapphobildes. 81 
Technik zu viel unberechenbare Sachen und lassen sich 
nicht so eingehend und vollständig konzipieren. Sappho 
hat ein weisses Gewand mit farbiger Blumenborte   .   
brillant-dunkelblaues Kopttuch mit Goldverzierungen, daraus 
Löckchen in das Gesicht fallen. (Nach der Sappho-Büste 
der Villa Albani.) Wenn ich recht gehört habe, ist hinter 
dem Kopf blaue Luft.  Brustbild." 
Ueber das Sapphobild ist noch eine 
Bemerkung bei Schick enthalten, als er 
Meister um den Unterschied zwischen 
gelegentliche 
sich bei dem 
der Technik 
der nlphigenia" ("Villa am Meer") und der des ersten 
Bildes erkundigte; dabei heisst es (S 217): 
"Ich fragte Böcklin, ob die Bilder Iphigenia (bei Schack) 
und Sappho (Sarasin) in der Technik sich sehr unterscheiden, 
und das Eine etwa vorwiegend Wachs- und das Andere 
Harzmalerei sei.  Er antwortete: Im Iphigeniabilde wie 
in der Sappho sei Harz vorwiegend (und das bei allen 
seinen Versuchen mit Wachsfarben).  Das Wachs diene 
nur als Schmelzmittel." 
Endlich ist hier noch eine Notiz anzufügen, die 
auf die Erhaltung der Malerei „und die ungemeine 
Leuchtkraft der Farben" Bezug nimmt. Nach Schick 
(S. 200) äusserte sich Böcklin in Anschluss an ein 
Gespräch über das mehrfach erwähnte "Porträt seiner 
Frau" (mit dem roten Haarnetz): 
"Hätte er das gute Erhalten des Sapphobildes ahnen 
können, so hätte er sich in Rom nicht so durch das Ge- 
schwätz seiner Bekannten einschüchtern und davon abbringen 
lassen. So aber habe er es nicht fortgesetzt, weil er (ohne 
Erfahrungen darin gemacht zu haben) baldiges Reissen und 
Verändern der Farben befürchtete." 
Bekanntlich war das S a p pho bilcl in der Mün- 
chener Internationalen Kunstausstellung im Jahre 1901 
Bergef: 
Böcklius 
Technik.
        

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