Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklins Technik
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1454457
liöcklins 
Erklärung der 
Technik. 
L7 
den SOerJahren aufgefundenen, wirklichen enkaustischen 
Mumienporträts aus dem Fajum bewiesen?) Ueber- 
dies haben Untersuchungen neuester Zeit in Ver- 
bindung mit der kritischen Prüfung der bis jetzt 
unrichtig gedeuteten Pliniustexte") gezeigt, dass 
Böcklin auf völlig richtiger Fährte gewesen ist. 
Bei diesen Experimenten hat Böcklin sofort er- 
kannt, dass die antike Enkaustik in der Verwendung 
von heissflüssigen Wachsfarben, die mit heiss- 
zuhalten den Instrumenten zu verarbeiten waren, 
bestanden haben mussfwk) Freilich haben ihn die Ver- 
suche bald davon überzeugt, dass die Wiedereinfüh- 
rung einer derartigen Malweise kaum grosse Vorteile 
gewähre. 
Es ist interessant. die bezügl. Eintragungen Schicks 
daraufhin durchzusehen. So berichtet er über die 
Technik der Enkaustik (S. 177): 
"Böcklin sprach von antiker Enkaustik. Nachdem 
er in Neapel gewesen, habe er sie nach den Angaben der 
Alten, die hinreichend genau wären, auch versucht. Wenn 
man sich darauf legte, Erfahrungen darin zu machen, so 
4') Schicks Bemerkung S. 260 von einem zu Cortona aus- 
gegrabenen antiken enkaustischen Gemälde, eine Cleopatr a 
darstellend, beruht auf Verwechslung; die Cleopatra wurde in der 
Villa des Hadrian gefunden; das Bild zu Cortona stellt aber eine 
Muse (Polyhyrnnia) dar. Beide Gemälde sind auf Schiefer gemalt. 
h") Genaueres darüber ist zu finden in meinen Beiträgen zur 
Entwicklungsgesch. der Maltechnik, I, u. ll. Folge (Altertum), 
Speziell in dem Abschnitt: Enkaustik (S, l85  
 Zum Unterschiede der vielfach genannten und als "Lösung 
des Problems" erklärten Rekonstruktion der Enkaustik, derzufolge 
die Wachsfarben mit Hilfe des „Cestrums" kalt aufgetragen und 
erst nachher eingebrannt wurden,
        

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