Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklins Technik
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1454389
ELI- 
Weitere techn. Versuche d. zweiten römisch. Aufenthaltes. 
angeführtf) so dass wir keine Kontrolle darüber haben, 
in welcher Richtung Didiers Buch auf die Versuche 
Einfluss genommen hat. Es blieb vielmehr nur übrig, 
durch Kontrollversuche den Ursachen von Böcklins 
Missgeschick nachzuspüren. Und nach diesen kann 
folgendes berichet werden: 
Von Weihrauch und Sandarac löst sich der erstere, 
ein Gummiharz, zum Teil im Wasser auf; der San- 
darac ist jedoch in Wasser nicht löslich. Reibt man 
nun die beiden Harzpulver miteinander in Wasser 
an, urn deren Mischung als Farbenbindemittel zu be- 
nützen, so ist das eigentlich bindende Element nur 
der (zum Teil gelöste) Weihrauch. Auch noch so 
langes Stehenlassen am warmen Ort verbessert an der 
Tatsache nichts, dass die Klebrigkeit der Masse un- 
genügend bleibt. Mehrfache Proben haben mich da- 
von überzeugt, dass nur dann eine richtige Festigung 
der mit diesem Mittel geriebenen Farben auf der Lein- 
wand statthat, wenn diese selbst genügend geleimt 
war, also der Leim mit zur Bindung beitragen konnte. 
Im Farbentiegel oder, wie Böcklin meint, „auf 
der Palette einmal eingetrocknet", wird das Mittel 
wohl "steinhart," aber je mehr Harz- und Farbpulver 
darunter gerieben wird, desto weniger fest wird die 
Farbenlage beim Auftrocknen werden. Auf einem 
schlecht geleimten Grund (oder gar Oelgrund) wird 
sie ungenügende Verbindung erhalten und leicht ab- 
stauben. Dass auch Böcklins "Harzfarbe" nicht ge- 
 Der im Erscheinen begriffene grosse Katalog der Biblio- 
heque nationale in Paris ist noch nicht bis Buchstabe D heraus- 
gegeben.
        

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