Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklins Technik
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1454349
66 VII. Weitere techn. Versuche d. zweiten römisch. Aufenthalts. 
Gegenstand 
Wesen ist. 
verschiedentlicher 
Versuche 
BÖCklins 
Zu diesen Versuchen gesellte sich endlich noch 
eine besondere Art von Malerei, die bei Schick mehr- 
fach als "Harzmalerei" bezeichnet wird und darin 
bestand, mit Wasser angeriebene Harze als Binde- 
mittel für die Farbstoffe in der Weise wie Leimfarben 
zu verwenden und als festigenden Ueberzug dann 
Wachsfirnis darüberzuziehen. Dabei mag auch die 
grosse Schnelligkeit der Ausführung manchen 
Vorteil gewährt haben, da die rasch getrocknete 
Leimmalerei ein sofortiges Ueberziehen mit Wachs- 
firnis gestattete. Schick deutet dies an in der Be- 
merkung (S. 75): 
vDas erwähnte Bildchen seiner Frau hat Böcklin 
in einer Stunde gemalt und mit Wachs überzogen, also 
vollständig fertig gemacht [während z. B. das lasierende 
Verfahren beim Oelmalen eine lange vorbereitende Mani- 
pulation nötig macht, die bei anderen Malweisen abge- 
kürzt wird]." 
Hier wird deutlich ausgedrückt, was sich Böcklin 
bei seinen Versuchen zum Ziele gesetzt hatte: Ein be- 
schleunigtes, vereinfachtes Verfahren, gleichzeitig ver- 
bunden mit koloristischen Vorzügen. Böcklin muss 
von den Erfolgen dieser Versuche derart befriedigt 
gewesen sein, dass er daran ging, grÖSSCFC Bilder in 
dieser neuen Manier der mit Wachslirnis überzogenen 
Wasser-Harzmalerei auszuführen. 
Eines seiner berühmtesten Gemälde, die erste 
„Villa am Meer" hat Böcklin bekanntlich in dieser 
Weise gemalt. Als Bindemittel der Farben diente 
ihm eine wässerige Lösung oder vielmehr eine
        

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