Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklins Technik
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1454329
64 VII. Weitere techn. Versuche d. zweiten römisch. Aufenthaltes. 
das 
Wie Böcklin dann 
Wachs 
als 
Firnismittel 
verwendete, ist aus einer Eintragung vom 9. Juni 1866 
(Schick, S. 34-35) zu ersehen: 
"Bövklin hatte an Jemand, der ihm auf eine vorzulegende 
Skizze hin ein Bild bestellen wollte (ich glaube Merian in 
Basel) drei Entwürfe zur Auswahl geschickt. 
l. Ein fast nackter Hirtenknabe sitzt flötend auf 
einem Felsen    
Gemalt auf Papier mit Wasserfarbe mit leichtem 
Bindemittel (Leim, Gummi oder dergL; nur nicht 
Honig in Tempera brauchen, da er nie trocknet). 
Einzelnes, alles Nackte fast, mit Deckfarben. _Dann 
ist diese Aquarelle mit geschmolzenem Wachs 
überzogen; später nochmals erwärmt und mit einem 
reinen Lappen poliert. Der Grund ist dunkelgrünlich 
graues Papier. 
Da der Wachsiirnis die Deckfarben dunkler macht, 
müssen diese recht hell aufgetragen werden. 
Ein Si len {lötet unter dem Buschdickicht einer Quelle, 
an deren Schöpfbecken ein Mädchen lauschend 
steht .    
Diese Silenskizze hat Böcklin mit Bleistift auf 
Papier gezeichnet, dann mit Aquarell und etwas Deck- 
farbe skizziert, doch so, dass an vielen Stellen (wie 
z. B. bei Fels, Stamm u. s. w.) Papiergrund und Blei- 
stiftstriche sichtbar blieben. 
Schliesslich hat Böcklin auch hier den erwähnten 
W a c h s ü b e rz u g angewendet und ihn blank gerieben, 
sodass die Skizze ein sehr zartes und weiches Aus- 
sehen bekam. 
Skizze zu Böcklins Bilde "Petrarca, in Natur- 
einsamkeit dichtend". 
Sie war wie die obigen beiden auf dunkelgrün- 
graues Tonpapier mit Bleistift gezeichnet, dann mit 
Aquarell, nachher mit Deckfarbe (Ferne und Luft 
besonders] fast überall noch gesteigert und überarbeitet. 
Diese Skizze war nicht mit Wachs fixiert worden".
        

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