Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklins Technik
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1454283
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VII. Weitere techn. 
Versuche d. zweiten römisch. Aufenthaltes. 
Greci e Romani pittori" alles gesammelt hatte, was 
Plinius und Vitruv") über Malerei geschrieben, und 
der sich selbst eifrig an der Rekonstruktion der 
Technik beteiligte. Ueberdies war R. Wiegmanns 
Werk, Die Malerei der Alten (Hannover 1836), in 
Böcklins Händen. Bei der Technik der Baseler 
Fresken werden wir noch darauf zu sprechen kommen. 
Schick sagt über das Buch von Wiegmann 
(S. 180) : 
„Er(Böcklin) hätte wenig Neues darin gefunden. Wieg- 
mann hätte eben nur fieissig gesammelt und abgeschrieben. 
Die Fragen über antike Malerei hätten schon im vorigen 
Jahrhundert nach der Entdeckung Pompejis sehr viele 
Forschungen veranlasst, in denen sich besonders ein Abbate 
Requeüo (über den Wiegmann ungerechter Weise her- 
zieht) auszeichnete. Böcklin sagt. vor allem hätte ihm eine 
deutsche Ausgabe des Vitruv") genützt, die er in Rom 
besessen und bei der der Uebersetzer alle ähnlichen Stellen 
aus Pausanias, Plinius und andere daneben gestellt hatte 
(als Anmerkungen, ohne selbst weitere Schlüsse daraus zu 
ziehen)". 
Naturgemäss musste Böcklin durch die Lektüre 
obiger Schriften auf die Wachsmalerei der Alten 
aufmerksam werden, und die ersten Versuche werden 
sich wohl darauf bezogen haben, das sog. punische 
Wa c hs, von welchem sowohl Vitruv als auch Plinius 
berichten, sich zu verschaffen. 
Plinius enthält zwar im XXI. Buch seiner Natu- 
ralis Historia (Abschnitt 83-85) eine ziemlich klare, 
auch heute noch vielfach missverstandene Anweisung, 
Requeflo 
 Schicks Angabe (S. 87), dass Rex 
geschöpft hat, ist nicht richtig. 
i") Vermutlich ist die von Rode 
auch 
Lomazzo 
LeiPZig 
1796, 
gemeint.
        

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