Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklins Technik
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1454265
58 VI. Technische Versuche des zweiten römischen Aufenthaltes. 
 
Aus Schicks Aufzeichnungen geht hervor, dass 
Böcklin die sogen. Leim- oder Temperamalerei zu 
jener Zeit nur als Untermalungsfarbe gebraucht 
hat. Die eigentliche Vollendungsarbeit blieb stets 
der Oelfarbe vorbehalten, die freilich, immer nur in 
dünnen Schichten aufgetragen, die Reize der Tem- 
perauntermalung durchschimmern liessfi) 
 Mitunter scheint Böcklin übrigens ganze Teile der 
Tempera-Untermalung stehen gelassen zu haben, so- 
fern ihm der Eifekt der überiirnisten (oder mit Ko- 
paivabalsam eingestrichenen) Malerei genügte. 
Zum erstenmal findet sich dies verzeichnet bei 
der zweiten „Villa am Meere", die er ungemein 
rasch (in drei Wochen) "heruntergemalt" hat. Schick 
erwähnt diesen Umstand (S. 291): 
„Luft und Meer hätte er mit Leimfarbe gemalt, wäre in 
den anderen Sachen dann mit Oelfarbe fortgefahren und 
hätte die erstgernalten Teile nicht wieder berührt". 
(Das Bild hatte Böcklin 1864 gemalt; die Schick- 
sche Aufzeichnung ist vom 18. Februar 1869 datiert.) 
i) Mendelsohns Bemerkung S. 2l1 "So lange sich Böcklin 
der Oelmalerei bediente, hat er wenig mit gemischten Farben, 
meist mit Lasuren gearbeitet" ist unverständlich ausgedrückt, 
denn der Gegensatz von Lasur ist Deckfarbe, der Gegensatz von 
gemischten Farben aber reine oder ganze Farben.
        

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