Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklins Technik
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1454149
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V. Technik der ersten Periode. 
dann unter die Farben gar keinen Balsam mehr, ferner 
male er gleich mehr Formen hinein als ich und käme so 
mit viel Farbe über die Stelle, welche dann den Balsam 
aufzehre." 
Mit besonderer Umständlichkeit schildert Schick 
alle technischen Einzelheiten bei Böcklins grossem 
Bilde „Wiesenquelle" und insbesondere auch die 
Kopaiva-Verwendung dabei, Nach dem kleinen Ent- 
wurfe, den er vorher mit Kohle und Pastell gemacht 
hatte, übertrug Böcklin die Raumverteilung mittels 
einiger weiteren Quadrate auf das etwas verschiedene 
Feld der Leinwand und entwarf dann die Figuren frei 
mit feinen vorsichtigen Kohlenstrichen. Diese Zeich- 
nung wollte Böcklin mittels Kopaivabalsam und Ter- 
pentin (wie bei der „Geburt der Venus" und dem 
„P0rträt des "irrsinnigen Herrn") durch Uebergiessen 
fixieren, vor dem Weitermalen aber ein bis zwei Tage 
warten, bis alles hart fixiert wäre, so dass man ohne 
Unbequemlichkeit Weitermalen könne (Schick, S. 297). 
Böcklin hat es aber nicht getan, sondern (in die noch 
feuchte Fixierung) stückweise hineingemalt und zugleich 
ziemlich weit ausgeführt. i") 
Ein "Späterer Zusatz" erläutert diesen Vorgang 
durch Böcklins Anweisung: 
"Zur Anlage eines Bildes sei dünner Kopaiva- 
balsam geeigneter, da man flott hineinmalen könne; sonst 
ziehe er den dickeren vor." 
(Es wäre allerdings verlockend, den ganzen Ar- 
beitsfortgang bei der "Wiesenquelle" hier wiederzu- 
geben; ich muss es mir jedoch versagen und möchte 
 So verstehe ich diese etwas verwirrte 
sehen Aufzeichnungen. 
Stelle in den Schick-
        

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