Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklins Technik
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1454127
44 
Technik 
ersten 
der 
Periode. 
die Farben nimmt. Diese Mischung trocknet sehr schnell; 
beim Ueberlasieren vorsichtig sein, denn Kopaiva hat auf- 
lösende Eigenschaften," (Schick, S. I4, s. auch S. 232,) 
Böcklin benutzte den gleichen Balsam mit Schlemm- 
kreide angemischt zum Ausfüllen der zu starken Poren 
der-Leinwand (zum„P etr a rka") indem er ndazwischen 
auf der Palette den Ton nachmischte und damit die 
Poren ausfüllte". Er empfahl dieses Mittel sehr und 
meinte, es liesse sich sehr schön darauf malen; die 
Farbe erhalte dadurch etwasRätselhaftes, Unbestimmtes. 
(Schick, S. 92, vergl. auch ähnliche Versuche mit 
Schlernmkreide und Oel oder Firnis als Medium -zu 
gebrauchen, S. 10.) 
Verdünnt scheint Böcklin den Kopaivabalsam 
auch verwendet zu haben, indem er ihn mit Terpentin 
vermischte und als Fixiermittelie) verwendete ("G e- 
burt der Venus", Schick S. 143): 
"Böcklin hatte dies Bild mit Kohle ganz leicht auf Gips- 
leinwand gezeichnet. Dann versuchte er es zu fixieren 
[mittels Wasser von der Rückseite, um den geleimten Grund 
zu erweichen, aber ohne Erfolg]. Als es trocken war, strich 
Böcklin von vorn Terpentin mit ein wenig Kopaiva- 
balsam darauf, was sogleich fixierte. 
Zur Farbe brauchte er aber Te rpentin nie, 
indem er behauptete, dieser nähme der Farbe den 
Reiz (Schick, S. 94). 
Die Vorliebe für Kopaivabalsam veranlasste Böcklin 
auch, sich dieses Mittel stets rein zu verschaffen, 
da er durch einen Apotheker erfahren hatte, dass 
Kopaivabalsam gewöhnlich einen Zusatz von Oel ent- 
halte und darum so schwer auftrocknet. Jetzt, da er 
Vgl. auch Porträt 
irrsinnigen 
eines 
Herrn. 
279 u.
        

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