Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklins Technik
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453963
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IV. Art des Schaffens. 
Koloristik. Einüuss auf die Technik. 
neu begonnen. Schick gibt davon deutliche Hin- 
weise (S. 293), wie mitunter der Meister dieselbe Idee 
wieder in Angriff nahm; so ist die obenerwähnte 
"Wiesenquelle" (Dresdener Galerie), die fünfte oder 
sechste Umgestaltung. Floerke (S. 7l)erzählt v.on einem 
Bilde "Veritas", bei welchem die Bewegung des Ent- 
hüllens nicht nach dem Sinne des Künstlers zumAusdruck 
gebracht war; das Bild hatte Floerke ßfertig" gesehen 
(Zürich 1885), „am andern Morgen war das ganze 
lebensgrosse Bild abgekratzt und das leere Brett stand 
da." Ebenso weiss Lasius (S. 68) von einer ähnlichen 
Rücksichtslosigkeit gegen sich selbst zu berichten, da 
Böcklin das schon ziemlich weit vorgeschrittene Bild 
„Vita somnium brevem") einfach abgehobelt hatte oder 
abhobeln liess. Das Bild war mit den Aenderungen 
dem schaffenden völlig gegenwärtig und deshalb 
scheint die neue Malarbeit ihm eben viel weniger 
Mühe verursacht zu haben, als das unvermeidlich ge- 
wordene Aendern, das stetige Rücksichtnehmen auf 
schon vorhandenes Gute und die sich daraus ergeben- 
den Massnahmen. Nach solchen radikalen Entschei- 
dungen entstand das neue Bild "sehr rasch wieder, 
doch schöner als das erste". 
Bei dieser Art des Schaffens ohne jede Skizze, 
ohne Naturvorwurf oder irgend eine Anlehnung an 
Studien und dergl. Behelfe War Böcklin beimBeginn 
des Bildes zum äussersten Masshalten seiner Mittel 
gezwungen, 
konnte 
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mit 
dünner 
Farbe 
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4') Es war eine weibl. Figur zwischen Lorbeerstämznen, 
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