Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklins Technik
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453875
Allerlei Widersprüche. 
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Feuergeist eines Floerke war ihm nicht gegeben; 
aber technische Angaben bei Floerke sind umsomehr 
nach Schick richtig zu stellen, als Schick in diesen 
Dingen sicherer Bescheid wusste. So möge als Bei- 
spiel angeführt werden, die Bemerkung bei Floerke 
(S. 164), „von Böcklins für Schack gemalten Bildern 
war eines, ein antikes Oktoberfest (die erste Form 
von Vinum bonum und Vinum Optimum) mit Weih- 
rauch gemalt, d. h. die Farben damit gemischt. Die 
zunächst blinde Malerei wurde durch Uebergehen mit 
einem heissen Eisen Wie mit einem festen durchsich- 
tigen Firnis überzogen. (Schack refüsierte übrigens 
das Bild)" 
Vergleicht man dazu, was Schick über die Malerei 
mit Weihrauch (und Sandrog) sagt (S. 75, 76, 104, 
153, 218) so wird man zur Ueberzeugung kommen, dass 
hier möglicherweise nicht das „Oktoberfest", sondern 
die erste Version der „Villa am Meer" (anfänglich 
auch Iphigenia betitelt) gemeint sei. Vom „ersten 
"Oktoberfest" berichtet Schick (S. 105), es wäre 1864 
in Eitempera, nach Passinis Manier, unter Zusatz von 
Glyzerin gemalt, Böcklin hatte es (24. Okt. 1868) 
noch im Atelier und er fügt dann noch berichtigend 
hinzu, das "Oktoberfest" auf einer alten gekitteten 
Tischplatte gemalt, „sei nicht eigentliche Wachsmalerei, 
sondern alles durcheinander." 
Was aber Floerke überdies von der Technik des 
Bildes sagt, trifft vollends auf das Iphigenienbild 
("Villa am Meer") zu; dieses wurde nämlich in der von 
Böcklin "Wachsmalerei" getauften Art gemalt, indem 
die mit in Wasser gelösten Harzen angemischten
        

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