Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklins Technik
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453727
Persönliche 
Erinnerungen. 
zuviel Leim macht die Malschichte leicht brüchig und 
die Leinwand ist während der Arbeit immer wellig 
und buckelig. Ich fing dann an, alte Bücher über 
Malerei zu lesen, Vitruv, Plinius, Cennini, Lomazzo, 
Vasari, Armenini, dann Lessing und Theophilus." 
Und was haben Sie daraus profitiert?  
„Nicht sehr viel! .    .  f" 
"Es kam dann eine Periode mit Eigelb zu malen 
und den Firnis gleich dazu zu mischen (Ei-Öl-Emul- 
sion). S0 ist das grossel Bild, die "Kreuzabnahme", 
das in der Ausstellung der Münchner Sezession 1894 
ausgestellt war, gemalt. Die "Meeresidylle" in der 
Schackgalerie ist mit Eigelb allein auf Oelgrund ge- 
malt und hat infolgedessen auch Sprünge bekommen. 
Nicht zu stark geleimte Gründe sind für diese Malart 
vorteilhafter."  
Warum gaben Sie die Ei-Firnisfarbe auf? 
"Weil sie so arg stinkig wird und dies doch 
während der Arbeit zu unangenehm wurde; ein Kon- 
servierungsmittel war mir damals") nicht bekannt. Ich 
versuchte dann mit Firnisfarben zu malen, indem ich 
das Bindemittel der Farben aus 1la Kopal und gja Leinöl 
bereitete. Die "Pietät" ist so gemalt, die „Toten- 
insel", die Promotheus-Bilder und manche andere, auch 
das Porträt der Frau Gurlitt, das letztere Bild auf 
einer Zinkplatte. Aber diese Farbe trocknet schwer, 
und bei wiederholtem Uebermalen wird die Malerei 
nicht mehr so brillant, als man gerne möchte; vor 
allem ist das langsame Trocknen lästig." 
Die 
„ Kreuzabn ahme" 
ist 
in 
1876 
gemalt. 
Florenz
        

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