Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklins Technik
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453711
Böcklin 
seine 
über 
Technik. 
mit 
dem 
Meister 
Arnold Böcklin 
über 
seine Tech- 
nik führte und 
öifentlichte. 
in 
der 
Zeitschrift 
"Das 
Atelier" ü) 
ver- 
Dann hiess es wie folgt: 
„Die beiden Künstler, deren Namen die Auf- 
schrift dieser Zeilen führen, stehen im Zenith ihres 
Schaffens: die Nation ist mit Recht stolz auf ihre 
Werke, und doch sind über deren Technik nur un- 
gewisse Nachrichten ab und zu bekannt geworden. 
Von Böcklin ist es längst kein Geheimnis, dass er 
auf die von vielen als Nebensache bezeichneten De- 
tails technischer Natur ganz besondre Sorgfalt ver- 
wendet, und dass er die farbenglühenden Effekte 
auf seinen Bildern mit anderen Mitteln zu erreichen 
weiss, als mit unserer allgemein üblichen Ölfarbe." 
Das Gespräch hatte folgenden Inhalt, den ich 
mir noch am gleichen Abend") wortgetreu aufge- 
zeichnet habe. 
„In den 50er Jahren fing ich an", so erzählte 
Böcklin, „allerlei zu probieren; ich sah, dass es so, mit 
den gewöhnlichen Ölfarben nicht geht. Zuerst ver- 
suchte ich es mit Leim, warm gehalten, indem die 
Leinwand von rückwärts nass gemacht wird. Aber 
 VII. jahrg. Heft 9, Anfang Mai 1897. Maltechnik von 
Böcklin und Thema. 
 Es war der Abend des nämlichen für den Verfasser denk- 
würdigen Tages (11. Aug, 1896), da der Meister, von befreundeter 
Seite auf dessen Arbeiten in bezug auf alte Maltechniken aufmerk- 
sam gemacht, es sich nicht nehmen liess, die vier Stiegen zum 
Atelier zu erklimmen, um sich über die Manier der antiken 
Stuckomalerei unterrichten zu lassen, trotzdem er infolge eines 
schweren Schlaganfalls nur mühevoll Treppen stieg. 
14'
        

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