Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Böcklins Technik
Person:
Berger, Ernst
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1453288
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1455324
164 
Erhaltung 
XVI. 
der Bilder. 
Schlussbemerkungen. 
alten niederländischen und altdeutschen Meister ihre 
Leuchtkraft auch dauernd erhalten werden. 
Ueberblicken wir zum Schluss noch einmalBöck- 
lins technisches Können, das er sich in rastlosem Vor- 
wärtsschreiten während seiner ganzen Lebenszeit er- 
rungen und vergleichen damit, was er erreicht, dann 
werden wir auch ermessen können, was wir ihm in 
dieser Beziehung alles zu danken haben. Die eiserne 
Konsequenz, auf dem einmal für richtig er- 
kannten Wege bis zum Ende zu gehen, ist 
allein schon bewundernswert, um so mehr, 
wenn wir noch beifügen, dass er eigentlich nur seinem 
freilich hoch entwickelten Empiindungsvermögen für 
farbige Reize folgte. So ist er der Lösung der 
schwierigsten Probleme der Maltechnik, wie wir ge- 
sehen haben, immer näher gekommen, je länger er 
sich damit beschäftigte. Als solche schwierigsten Pro- 
bleme haben seit jeher gegolten: Die antike En- 
kaustik, die Technik der pompejanischen 
Wandmalerei und die Van Eyck-Technik. An 
alle drei ist er herangetreten; er hat erkannt, dass 
die bisherigen Anschauungen dem Wesen der Sache 
nicht entsprechen, und für alle drei Probleme hat er 
den richtigen Weg uns gewiesen. Die Fäden der" 
verloren gegangenen alten Tradition hat er wieder 
neu gesponnen und systematisch das Band gewebt, 
das seine Kunst mit der Kunst der Alten verknüpft. 
Und wie merkwürdig: was Böcklin vor Jahrzehnten 
rein empirisch, intuitiv als richtig vermutete, ist durch 
neuere Forschungen, auf ganz anderem Wege er- 
rungen, auch als richtig erwiesen worden.
        

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